Auch wenn einige dem Location Based Service Foursquare vor allem in den Anfängen nur eine kurze Lebensdauer bescheinigt hatten, so befindet sich der Dienst weiterhin auf Siegeskurs. Kein anderer Dienst weltweit kommt an die Zahlen und Erfolge von Foursquare heran. Jeder Dienst strebt zuallererst nach hohen Userzahlen und in weiterer Folge nach lukrativen Partnerschaften. Foursquare ist sowohl in dem einen als auch in dem anderen Bereich sehr erfolgreich und widmet sich nun dem dritten, wohl schwierigsten Bereich: Vom reinen Geek-Dienst für early adopter und Social Media Begeisterte, die sowieso jedem neuen Dienst nachrennen wie dem Linienbus zu einem Service für die breite Masse zu werden. Ein Location Based Service als Mainstream, der in den Alltag der Konsumenten fest integriert ist und selbstverständlich bedient und genutzt wird.

Letzte Woche gab es das große Ankündigen im Hause Foursquare. Zeitgleich mit dem Knacken der großen 10 Millionen Usergrenze konnte auch die bisher größte Partnerschaft bekannt gegeben werden.

10 Millionen User

In zwei Jahren konnte Foursquare weltweit 10 Millionen User ansammeln. Letzte Woche wurde diese magische Grenze überschritten. Mit dieser Userzahl zieht Foursquare auch allen seinen Konkurrenten davon. Foursquare hat außerdem den Vorteil, diese große Menge an registrierten Usern nicht nur in bestimmten Ländern sondern sehr gut verteilt auf der ganzen Welt zu haben. Viele Services konzentrieren sich auf auf die Vorlieben und Bedürfnisse einzelner Länder und deren User, was natürlich einer weltweiten Verbreitung etwas im Weg steht. Foursquare hingegen ist für alle da. Einfache, selbsterklärende Bedienung, gute Versorgung mit passenden Specials in der Umgebung und immer weitere Verbreitung. Und irgendwann entwickeln sich einst kleine, belächelte Projekte zu erfolgreichen Selbstläufern. Denn, siehe Facebook, wenn alle meine Freunde etwas haben, dann will ich es aber auch! Und weiter gehts.

Second step: Partnerschaften

Passend zur Überschreitung der magischen Usergrenze hat Foursquare letzte Woche die bislang größte Partnerschaft offiziell gemacht. Und zwar wird ab nun gemeinsame Sache mit American Express gemacht. Eine eigene Buisnessseite gibt es natürlich auch schon. Der Gedanke dahinter bleibt aber wie gewohnt: User checken sich an Orten ein und können dann an Aktionen, Spielen, Rabatten teilnehmen. Es gibt also ein Goodie, in welcher Weise auch immer. Im Speziellen wird es bei der Partnerschaft mit American Express darum gehen, dass es für Karteninhaber Sonderpreise gibt, wenn sie sich in Restaurants und Geschäften einchecken, die von American Express in den Deal aufgenommen wurden. Zum Start der Partnerschaft ist das bei H&M und dem Sprtgeschäft Sporty Authority der Fall. Wer in einer H&M Filiale 75 Dollar ausgibt, bekommt dann 10 Dollar als Gutschrift auf seine Karte. In weiterer Folge sollen auch Restaurants wie das Union Square Cafe und das Blue Smoke an den Deals teilnehmen.

Foursquare hat auf seinem Blog genau erklärt, wie Kunden die Rabatte abstauben können.

Eine Hand wäscht die andere

Wie der Name schon sagt, ziehen aus Partnerschaften meistens beide Parteien einen Vorteil. Im Falle von Foursquare und American Express ist das genau so der Fall. American Express will laut eigener Aussage mit dem Deal besonders seine jungen Kunden vermehrt ansprechen. Außerdem hat sich das Kreditkartenunternehmen bewusst für Foursquare anstatt für Community-Riesen wie Facebook oder Google entschieden weil der Location Based Service im Gegensatz zu ihnen ein einfaches aber effektives Belohnungs- und Treuesystem bietet.