Mittlerweile etablieren sich Geolocation Services immer mehr. Gemeinsam haben alle Location Based Services den Jäger- und Sammleraspekt. Points, Stamps, Badges. Bonuspunkte, Auszeichnungen, Urkunden. Neben den Services, die auf den reinen Check-In abzielen wie zum Beispiel Foursquare, entwickeln sich immer neue Services mit speziellem Fokus. Sieht man SCNVGR an, liegt dieser Fokus beim Gaming. User können Challenges erstellen und an Locations binden, die von anderen Usern, die sich dann ebenfalls in der Location einchecken, gelöst werden müssen.
Fokus: Essen
Die Esskultur unserer Gesellschaft hat zwei wichtige Aspekte:
1) Wir gehen gerne gut essen und sind demnach immer auf der Suche nach Plätzen mit gutem Essen. Wir legen hier sehr viel wert auf persönliche Empfehlungen von Freunden, Familie oder anderen Usern.
2) Wir erzählen gerne, dass wir gut essen waren, wie es geschmeckt hat, was es gab und posten sogar Fotos von den Gerichten.
Die Plattform foodspotting.com hat sich diese Aspekte zunutze gemacht und einem Geobased Foodspotting Service vereint. Der Service wurde 2009 von Alexa Andrzejewski und Ted Grubb gegründet und zählt mittlerweile stolze 400.000 User. Zum Vergleich: SCVNGR hat 500.000, Gowalla 45.000 und Foursquare 4 Millionen User. Foodspotting liegt also im guten Mittelfeld.
Wie funktioniert Foodspotting?
Wie immer ist eine kurze Registrierung notwendig. Dann lädt man sich die gratis App aufs Handy (derweil leider nur für iphone verügbar, alle Androiden müssen sich noch gedulden) und es kann eigentlich schon losgehen. Die App lokalisiert den Standort und zeigt auch sofort Bilder von Speisen aus Restaurants in der Nähe. Dazu gibt es eine kurze Beschreibung und den Namen des Restaurants. Neben den Einträgen in der unmittelbaren Umgebung kann man sich auch die zuletzt geposteten oder die am besten bewerteten Gerichte ansehen.
The Noms
Noms sind blaue Plaketten, die an Gerichte verteilt werden können. Die Anzahl der Noms ist am Anfang noch recht klein und steigt, nachdem man sich aktiv an Foodspotting beteiligt, gepostet und kommentiert hat. Diese Regelung soll vor Missbrauch der Noms schützen. Hat ein Gericht ein oder mehrere Noms erhalten, deutet das meist auf eine besondere Qualität hin.
Compliment it! Want it! Flag it!
Gerichte können auf verschiedene Arten und Weisen bewertet werden. Es gibt Compliments, Wants and Noms. Jede dieser Bewertungen bringt Punkte, die den anderen Usern anzeigen, wie aktiv und demnach auch verlässlich ein Spotter ist. Neben den Punkten können auch Badges verdient werden, die wir schon von Foursquare kennen. Zum Beispiel bringen drei Spots in einer Kategorie einen Badge. Nicht überraschend ist, dass der Service mit allen gängigen Social Media Diensten verbunden werden kann. So werden kulinarische Entdeckungen mit Freunden und anderen Usern geteilt.
Der Service ist zwar in erster Linie für die User sinnvoll und wichtig aber auch Unternehmen profitieren davon, dass ihre Gerichte fotografiert, ins Internet gestellt, positiv als “Lecker!” oder “Will ich!” bewertet werden und ein Link zum Restaurant erscheint. Foodspotting spezialisiert sich auch mit Absicht nur auf empfehlenswerte Gerichte, um keine Prangerplattform zu werden. Auch das Ambiente, die Bedienung oder die Erreichbarkeit sollen nicht in die Bewertung einfließen, sondern rein die Qualität des Essens. Somit ist ein Spot für ein Restaurant viel wert und kann einige Neukunden bringen. Aktiv kann man zwar wenig tun, da durch Belohnungen für Spots der Sinn der Sache verloren gehen würde aber vielleicht hilft es schon, sich vor Augen zu halten, dass jederzeit ein wertvoller Foodspotter bei der Tür hereinkommen kann.
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2 Kommentare for "Foodspotting – Nom it!"
Schon alleine das “Nom it” ist mir ein Like it wert_:)
Hoffentlich kommt bald eine Android App. Ich will auch NOMs verteilen!
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