Dass sich mit Location Based Services einige neue Möglichkeiten im Bezug auf Werbung und Marketing für Unternehmen ergeben, ist spätestens seit Foursquare klar. Das Potential ist da, leider fehlt den Geo-Services noch die breite Masse als Anlaufstelle. Man schätzt, dass es in Österreich um die 20.000 Foursquare-User gibt. Im Gegensatz dazu kann Facebook mit 1.6 Millionen österreichischen Usern auftafeln. Mit der Einführung von Facebook Places vor knapp einem Monat scheint die Hürde der Massentauglichkeit von geobasiertem Marketing genommen. In den USA, wo der Dienst bereits läuft, wurden schon die ersten Experimente dazu gestartet und Unternehmen zeigen immer mehr Interesse daran, den Service für ihre Ziele zu nutzen.
Geobasierte Dienste als Marketinginstrument haben den Vorteil, dass sie den Spieltrieb der User wecken und somit nicht als Belästigung empfunden werden. Außerdem passt sich diese Art von Marketing dem Kunden an; er wird örtlich und zeitlich dort abgeholt, wo er sich befindet. Die laufenden Kooperationen zwischen Unternehmen und Geo-Services zeigten auch, dass der Kunde immer mit netten Benefits belohnt wird, er zieht also definitiv einen Zusatznutzen aus den Aktionen. Gleichzeitig kommen für das Unternehmen sehr wertvolle Empfehlungsmechanismen in Gang, die sich auf der Kunde-zu-Kunde-Ebene abspielen.
Koi Fusion und Nike Sportswear
Die erste tolle umgesetzte Idee kam dabei von Nike Sportswear, die mit dem sehr bekannten Food Truck Koi Fusion in Oregon zusammen arbeiteten. Das Team von Koi Fusion ist dafür bekannt, die Straßen mit lautstarker HipHop Musik zu beschallen und ist auch größtenteils in Nike Klamotten und Sneakers anzutreffen. Aus diesem Grund, wurde unter zu Hilfe nahme von Facebook Places eine nette Aktion gestartet: User, die auf Twitter entweder Koi Fusion oder Nike Sportswear folgten, erfuhren von dem Spaß und wie es funktionierte. Sie sollten zu einem Koi Fusion Food Truck gehen, sich dort via Facebook Places einloggen und einen “Destroyer Burrito” bestellen. Diesen Wunsch geäußert, bekamen die Kunden eine riesige Rolle in burritoform ausgehändigt. Darin befand sich eine original Nike Sportswear Jacke.
Grundsätzlich haben sich mit Foursquare einige Modelle herausentwickelt, die sich bewährt haben:
1) Single Check-Ins
Kunden checken sich einmalig in einer bestimmten Location ein und bekommen dafür einen Benefit. Eignet sich gut, um, zum Beispiel, auf eine neue Filiale aufmerksam zu machen.
2) Multiple Check-Ins
Bei Foursquare läuft dies unter den Mayorships. Derjenige, der sich am öftesten in einer Location eincheckt, ist der Mayor dieser Location und erhält einen, vielleicht auch längerfristigen, Benefit. Hilft, Kunden öfter an einen Ort zu holen.
3) Zeitliche Check-Ins
Zum Beispiel: “Alle, die sich zwischen 10:00 und 12:00 in unserer Filiale einchecken, erhalten einen Rabatt.” Wird oft dazu genutzt, mehr Kunden zu Zeiten in die Filialen zu holen, zu denen sonst nur wenig los wäre.
4) Gruppen Check-Ins
Um große Menschenmassen an einen Ort zu holen und damit Aufmerksamkeit zu erzielen.
Diese Modelle des Marketings mit Hilfe von Location Based Services könnten an die Eigenschaften von Facebook angepasst werden. Unter anderem können die viel größeren Vernetzungen untereinander genutzt werden oder interessensbezogene Vorschläge, die durch Likes und Shares ermittelt werden, in Frage kommen.
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2 Kommentare for "Facebook Places als Marketinginstrument?"
Testkommentar
funktioniert places in österreich schon?
wenn ja, auch mit den beschriebenen features?
hätte einige interessenten die darauf warten.
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